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Museum am Modersohn-Haus
Worpswede

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Das Museum ist in der Zeit vom 17. Oktober 2011 bis Anfang April 2012 geschlossen.

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F. Mackensen I

Fritz Mackensen
(Geboren am 8. April 1866 in Greene bei Kreiensen, gestorben am 12. Mai 1953 in Bremen ) war Gründer der Künstlerkolonie Worpswede und Leiter der Nordischen Kunsthochschule, der heutigen Hochschule für Künste in Bremen.
Mit Otto Modersohn und Fritz Overbeck studierte er gemeinsam seit 1884 an der Düsseldorfer, 1888/89 an der Münchner Kunstakademie.

Bereits 1884 entdeckte Mackensen bei einem Besuch der Kaufmannstochter Mimi Stolte Worpswede mit seiner Landschaft und der bäuerlichen Bevölkerung und verbrachte dort die Sommermonate. 1889 folgten ihm Otto Modersohn und Hans am Ende, Overbeck und Vogeler 1893/94.
Er war Meisterschüler von Christian Ludwig Bokelmanns in Karlsruhe und Berlin und 1889 Gründer der Künstlerkolonie Worpswede neben Otto Modersohn und Hans am Ende. Von 1895 bis 1904 lebte er ständig in Worpswede und unterrichtete dort neben anderen. 1910 übernahm er eine Professur an der Kunsthochschule Weimar, deren Direktor er 1910 wurde. 1918 kehrte Mackensen nach Worpswede zurück. Von 1933 bis 1935 wurde er mit dem Aufbau und der Leitung der Nodischen Kunsthochschule in Bremen betraut.

F. Mackensen II

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Hans am Ende I

Hans am Ende
Geboren am 31. Dez. 1864 in Trier, steht Hans am Ende von allen Worpswedern Fritz Mackensen am nächsten. Er ist Schüler der Münchner Kunstakademie und wird vor allem von Böcklin, Klinger und Feuerbach beeinflusst.

Hans am Ende kommt im August 1889 zu Mackensen und Modersohn nach Worpswede. Er wendet sich neben der Landschaftsmalerei der Graphik zu. „Von ihm haben wir alle erst das Radieren gelernt“, sagt Mackensen.

Rilke nennt ihn in seinem Worpswede-Buch den Daubigny vom Weyerberge:“ Er neigt sich vor der Natur und empfängt.....dankbar ihre Gaben, um alle Frische und Pracht ins Bild zu retten, allen Duft und allen Hoffnungen des nahenden Sommers zu bewahren...., wenn die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Hans am Ende ist Schriftführer und Kassenwart der Worpsweder Künstlervereinigung. 1914 wird er Soldat. Er stirbt am 9. Juli 1918 an einer schweren Verletzung.

„Hans am Endes Wesen ist Schlichtheit. Er stilisiert so gut wie nicht, aber er ist auch nicht Kopist der Natur, sondern er erfüllt sie mit dem klaren Gehalt seines geordneten Fühlens. Ich glaube, er ist derjenige von den Worpswedern, an den innere Zweifel und Kämpfe am wenigsten herantreten.“ Hans Bethge, Worpswede, S. 37.

Hans am Ende II

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O. Modersohn

Otto Modersohn
Geboren am 22. Februar 1865 in Soest, begann er 1884 an der Düssseldorfer Kunstakademie zu studieren, 1884 wechselte er nach Karlsruhe an die Kunstakademie. Er heiratet 1897 Helene Schröder, die ihm 1898 eine Tochter gebar. Modersohn verließ schon 1899 die Künstlervereinigung, seine Frau verstarb ein Jahr darauf. Aber schon ein Jahr danach heiratete er die Malerin Paula Becker. 1907 kehrten beide nach vorübergehender Trennung nach Worpswede zurück und noch im selben Jahr kam Tochter Mathilde zur Welt.
Seine Frau aber verstarb nach der Geburt an einer Embolie. 1908 verzog Modersohn ins benachbarte Fischerhude, wo er 1909 seine dritte Frau, Louise Breling, heiratete, mit der er zwei Söhne hatte.

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Paula Modersohn-Becker
geboren am 8. Feb. 1876 in Dresden-Friedrichsstadt. Hier verbrachte sie die ersten 12 Jahre ihrer Kindheit. Sie war eine der bedeutensten Malerinnen des frühen Expressionismus. Aus ihrer Kindheit ist vieles nur aus späteren Briefen an Rainer Maria Rilke bekannt. Auf Wunsch ihrer Eltern ging sie 1898 nach England, wo sie, bei einer Halbschwester unterkommend, Englisch und Haushaltsführung lernen sollte. Paula unterhielt dort aber auch Kunstunterricht dank ihres Onkels. Allerdings war dies nicht von langer Dauer, denn schon ein halbes Jahr später kehrte sie - auch von Heimweh geplagt - nach Bremen zurück, wohin die Familie 1888 aus beruflichen Gründen verzog. Paula hatte hier bereits ihr erstes kleines Atelier. Ab 1893 erhielt sie privaten Malunterricht als Zugeständnis ihres Vaters, der sie auf ein Lehrerinnenseminar schickte. Der Malunterricht fand bei dem Maler Bernhard Wiegand statt. Hier entstanden auch die ersten Portraits nach lebenden Modellen. 1893 kam sie das erste Mal mit dem Worpsweder Kunstkreis in Berührung anlässlich einer Ausstellung mit Werken von Modersohn, Mackensen, Hans am Ende, Overbeck und Vogeler in der Kunsthalle Bremen. Besonders angetan soll sie aber nicht gewesen sein, gleichwohl ihr ein Bild ihres späteren Mannes Otto Modersohn wegen der “eigenartigen Farben” auffiel. Es folgte ein Aufenthalt in der Zeichen- und Malschule im Verein Berliner Künstlerinnen, anschließend
Worpswede, Paris, wieder Worpswede, Hochzeit mit Otto Modersohn, und schließlich die Trennung. Am 20.November 1907 verstarb sie nach der Geburt ( 2. Nov. 1907 ) ihrer Tochter Mathilde. “Wie schade”, sollen ihre letzten durch Otto Modersohn überlieferten Worte gewesen sein.
 

Paula Modersohn-Becker

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Paula Modersohn-Becker II

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Heinrich Vogeler

Heinrich Vogeler
Am 12. Dez. 1872 in Bremen geboren steht Heinrich Vogeler in der Worpsweder Künstlerkolonie nach Charakter und Begabung für sich. Er entstammt einem Kaufmannshaus, reist viel und studiert an der Düsseldorfer Kunstakademie. Hier lernt er Fritz Overbeck kennen, der ihn 1872 nach Worpswede holt. Zunächst lehnt sich Vogeler an Mackensen an, füllt dann aber in seinen Bildern eine idealisierte Moorlandschaft mit literarischen Gestalten, historischen und mythologischen Szenen. Wie bei vielen Jugendstilkünstlern, die eine Verschönerung der Lebensbereiche anstreben, führt ihn sein Talent für dekorative und ornamentale Arbeiten zum Kunstgewerbe. Er zeichnet Exlibris, illustriert Bücher und eigene Gedichte. Er arbeitet als Architekt und Innenarchitekt und entwirft Parkanlagen. Vogeler ist ein bedeutender Vertreter des Jugendstils. „Sein Barkenhoff“ wird zum Zentrum der künstlerischen Kommunikation. Der Dichter Rainer Maria Rilke ist ein enger Freund Vogelers. Die Erfahrungen des ersten Weltkrieges lassen Vogeler zum Pazifisten und Kommunisten werden. Er verwandelt den „Barkenhoff“ in eine Arbeitsschule, die erste Kommune Europas, an der seine Vorstellung von einer sozialen und gerechten Welt im kleinen verwirklicht werden soll. Künstlerisch wird Vogeler Expressionist, er malt Bilder gegen den Krieg und für einen neuen besseren Menschen. Nach dem Scheitern der Kommune verkauft Vogeler den „Barkenhoff“ an die „Rote Hilfe“. 1931 verlässt er Worpswede und geht in die Sowjetunion, wo er versucht, an die vorherrschende Richtung des sozialistischen Realismus anzuknüpfen. In den Kriegswirren 1942 nach Kasachstan evakuiert, stirbt Vogeler noch im selben Jahr in Elend und Einsamkeit.

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Carl Vinnen
(1863-1922) muß noch zu den Gründern des Künstlerdorfes gezählt werden, auch wenn er seinen Wohnsitz auf dem elterlichen Familiengut Osterndorf hatte, weil seine künstlerischen Ziele und beruflichen Absichten denen der “Worpsweder” entsprachen. So ist er in ihren Reihen, als sie sich organisieren, und ist unter ihnen, wenn sie als Gruppe in den Großstädten ausstellen. 1922 schied Vinnen aus dem Leben.

Carl Vinnen

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Fritz Overbeck

Fritz Overbeck
(1869-1909), dem gebürtigen Bremer, war das so nahe gelegene Teufelsmoor unbekannt, bis Mackensen und Modersohn 1891 ihrer alten Düsseldorfer Akademie einen Besuch abstatteten und dabei von ihrem Künstlerdorf schwärmten.
Von ihnen überzeugt, richtet Overbeck sich nach Beendigung seines Studiums 1893 am Fuße des Weyerbergs ein Atelier ein und entdeckt seine Vorliebe für die menschenleere Landschaft im Aufruhr der Elemente. ,,Seine Arbeiten sind tollkühn in der Farbe”, schildert die junge Paula Becker bereits 1897.
Vor allem hat es dem Künstler der Himmel Worpswedes angetan, dieser Himmel, ,,der alles adelt”. So spricht man in Fachkreisen schon bald von
,,Overbeckschen Wolken”.
1905 verläßt Overbeck als erster der Gründergeneration die Künstlerkolonie und zieht nach Vegesack. Er stirbt am 7. Juni 1909 im Alter von 39 Jahren.

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